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Die Kastration der Kätzin

Die Kätzin wird ungefähr im Alter von 6- 1 0 Monaten oder auch später geschlechtsreif. In der ersten Jahreshälfte ist die Gechlechtsaktivität besonders groß. Zu den typischen Verhaltensweisen gehört, daß sie in dieser Zeit über den Rücken rollt. Deshalb nennt man diese Periode der Zeugungsbereitschaft bei der Kätzin Rolligkeit. Bei der Kastration werden beide Eierstöcke (Ovarien) chirurgisch entfernt.

Folgende Gründe sprechen für die Kastration:

  • Durch den Verlust der Zeugungsfähigkeit derKätzin kann sie mit männlichen Tieren zusammenghalten werden, ohne trächtig zu werden.
  • Bei freilaufenden Katze wird das Problem der Übervölkerung herumstreunder Katzen nicht noch vergrößert.
  • Die Rolligkeit kann für eine Katze sehr belastend sein, wenn es nicht zu ein Trächtigkeit kommt. Die der Wohnung gehaltene Katze wird, wenn sie nie mit einem Kater zusammkommt, in sehr kurzen Abständen hintereinander immer wieder rollig. Der damit verbundene Streß belastet nicht nur die Kätzin selbst, sondern auch andere Tiere und den Menschen.
  • Wenn die Kätzin frühzeitig kastriert wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit, daß an Milchdrüsentumoren erkrankt. Gegen die Kastration der Kätzin gibt es folgende Bedenken:
  • Kastrierte Kätzinnen neigen zur Gewichtszunahme Das trifft in manchen Fällen sicher zu, kann aber meist durch Maßhalten bei der Fütterung verhindert werden.
  • Die Kätzin kann nie wieder Junge bekommen. Das stimmt. Man sollte sich frühzeitig überlegen, ob man Nachwuchs von einer Katze haben will. Wenn man sich nicht sicher ist, sollte die Kastration nicht durchgeführt werden.
  • Das Verhalten ändert sich. Auch für die Kätzin gilt, daß besondere, geschlechtsabhängige Verhaltensweisen nachlassen. Das hat aber keine negativen Auswirkungen auf das Allgemeinbefinden. Mit der Operation selbst verbundener Streß und Schmerz führt kaum zu anhaltenden psychischen Störungen. Einige Kätzinnen suchen nach der Kastration eher die Nähe des Menschen als vorher.
  • Die Operation ist ein Risiko. Die Narkose wird von gesunden Kätzinnen im allgemeinen gut vertragen. Im Gegensatz zum Kater ist bei der Kätzin zur Kastration eine chirurgische Eröffnung der Bauchhöhle notwendig. Komplikationen sind jedoch sehr selten und lassen sich weitgehend vermeiden, wenn die Katze in jungem Alter und nicht während der Rolligkeit oder während der Trächtigkeit kastriert wird.

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