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Ernährung

Die gesunde Ernährung

Im Handel werden heute Alleinfutter für Katzen angeboten, die alle Nährstoffe für ein gesundes Leben enthalten. Weitere Zusätze sind in der Regel unnötig. Es gibt aber Situationen, in denen besondere Anforderungen an die Ernährung gestellt werden, z.B. wenn eine Kätzin Junge bekommt und mit Milch versorgen muß. Es gibt auch Krankheiten, die zu einem erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen, Mineralstoffen oder Vitaminen führen. Dann sollte in Absprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt eine geeignete Diät oder ein Futterzusatz ausgewählt werden.

Zur Fütterung können feste Fütterzeiten festgelegt werden: bei erwachsenen Katzen am besten 2 oder 3 mal am Tag. Katzen können auch an eine Fütterungsart gewöhnt werden, bei der die Nahrung jederzeit bereit steht. Bei dieser Methode ist es manchmal schwierig, die erforderliche Hygiene zu wahren. Besonders wenn mehrere Katzen zusammenleben können so Krankheiten übertragen werden. Auf keinen Fall darf diese Fütterungsart aus Bequemlichkeit gewählt werden, weil sonst die Sauberkeit zu kurz kommt.

Es gibt leider auch Katzen, denen das natürliche Sättigungsgefühl nach dem Essen abhanden gekommen ist, die mehr essen als sie sollten. Besonders kastrierte Wohnungskatzen neigen dazu, zu dick zu werden, weil ihre Aktivität begrenzt ist. Zusätzlich tragen sehr energiereiche Futtermittel zu einem zu hohen Körpergewicht bei. Fettleibigkeit (Adipositas) dürfte die häufigste Folge von Fütterungsfehlern sein. Adipositas macht die Katze nicht nur träge, sondern begünstigt auch verschiedene organische Krankheiten. Der Adipositas kann begegnet werden, indem weniger gefuttert oder ein energiereduziertes Diät- Futter gegeben wird.

Käufliches Futter ist für die Katzenernährung geeigneter als selbstzubereitetes Futter. Die Katze stellt hohe Anforderungen an die Ernährung. Sie hat als Fleischesser einen hohen Bedarf an bestimmten Nahrungsbestandteilen, z.B. an einigen Vitaminen und Aminosäuren (Bausteine der Eiweiße), der durch selbsthergestellte Nahrung nur schwer gedeckt werden kann.

Katzenfutter ist als Trocken- oder als Naßfutter erhältlich. Feuchtfutter ist nicht für die Methode der ständig möglichen Nahrungsaufnahme geeignet. Gerade im Sommer bei hohen Temperaturen würde es im Freßnapf zu schnell verderben. Durch die Blechdosen fällt außerdem mehr Abfall im Haushalt an. Trockenfutter kann bei manchen Katzen dazu beitragen, daß sich nicht so schnell Zahnstein bildet. Sowohl bei der Fütterung von Naß- als auch bei der Gabe von Trockenfutter muß jederzeit frisches Wasser zur Verfügung stehen.

Von der Mutter abgesetzte Kätzchen benötigen keine Milch mehr. Die Kätzchen sollten daran gewöhnt werden, klares Wasser zu trinken. Kuhmilch ist ungeeignet. Sie wird von vielen Katzen wegen des hohen Milchzuckergehalts schlecht vertragen und führt zu Durchfall.

Zum Schluß dieses Abschnitts noch ein wichtiger Hinweis:
Geben Sie Ihrer Katze nie rohes Fleisch! Besonders in rohem Schweinefleisch können Aujeszky-Viren enthalten sein. Bei Katzen verursacht dieses Virus eine zum Tode führende Infektion. Sie können Ihre Katze schützen, indem Sie kein rohes Fleisch füttern, sondern das Fleisch gut durchkochen oder braten, bevor Sie es anbieten.

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